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Umwelt
Der Umweltschutz gehört zu den 3 Pfeilern der nachhaltigen Entwicklung und bildet eine Voraussetzung für die weltweite Konfliktverhütung, Stabilität und Sicherheit.
In der Umweltaussenpolitik arbeitet das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) eng zusammen mit dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK, vor allem Bundesamt für Umwelt), dem Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) und weiteren Akteuren der Bundesverwaltung. Diese Zusammenarbeit ermöglicht eine Gesamtschau der schweizerischen Umweltpolitik und fördert die aussenpolitische Kohärenz.
Das EDA engagiert sich speziell in folgenden 3 Bereichen:
- Entwicklung von Rechtsinstrumenten
- Schaffung eines effizienten institutionellen Rahmens
- Technische und finanzielle Unterstützung bei der Bewältigung von Umweltproblemen im Ausland
Entwicklung von Rechtsinstrumenten: Anfang der 1970er Jahre hat die internationale Staatengemeinschaft erkannt, dass sich die Ziele des Umweltschutzes und der nachhaltigen Ressourcennutzung nur durch internationale Zusammenarbeit erreichen lassen. Konkreter Ausdruck dieses neuen Bewusstseins waren die Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung (UNCED) in Rio (1992) und deren Folgekonferenz in Johannesburg (2002).
In der Folge wurden in folgenden Bereichen zahlreiche internationale Verträge abgeschlossen:
- Klimawandel
- Kontrolle der Emission von Treibhausgasen
- Biodiversität und Desertifikation
- Wasser, Chemikalien und Abfall
- Sicherung der wichtigsten Nutzpflanzen in der Landwirtschaft
Die Schweiz hat sich diesen Abkommen angeschlossen.
Schaffung eines effizienten institutionellen Rahmens: Das Streben nach nachhaltiger Entwicklung hat auf internationaler Ebene zu einer stetigen Zunahme von Regelwerken und Institutionen für Umweltanliegen geführt. Das internationale Umweltregime zeichnet sich heute durch eine Vielzahl von Prozessen und Institutionen aus. Im Rahmen der Vereinten Nationen (UNO) ist unter anderen das UNO-Umweltprogramm (UNEP) die für den Umweltschutz verantwortliche Instanz. Angesichts des Nebeneinanders von vielen Gremien, Konventionen und Protokollen mit unterschiedlichen Führungsstrukturen und Zuständigkeiten ist eine Stärkung der Kohärenz dieses Systems für das EDA ein vordringliches Anliegen.
Auch in Bezug auf die zahlreichen in Genf angesiedelten internationalen Umweltakteure setzt sich das EDA für stärkere Synergien ein. Zudem tritt es für die Interessen von Genf als Sitz der internationalen Organisationen ein.
Technische und finanzielle Unterstützung bei der Bewältigung von Umweltproblemen: Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) des EDA engagiert sich zugunsten der nachhaltigen Nutzung von natürlichen Ressourcen und einer Stärkung der Umweltregimes in Entwicklungsländern. Sie finanziert Programme für
- nachhaltige Landwirtschaft
- globale Erhaltung der Agrobiodiversität
- integriertes Wasserressourcen-Management
- nachhaltige Wald- und Bodenbewirtschaftung
- alternative Energiekonzepte
- Anpassung an den Klimawandel und Präventionsmassnahmen im Umgang mit Naturgefahren
