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Reisehinweise Salomoninseln

Letzte Aktualisierung: 24.02.2012
Unverändert gültig:  

Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.

Grundsätzliche Einschätzung
Spezifische regionale Risiken
Kriminalität
Verkehr und Infrastruktur
Besondere rechtliche Bestimmungen
Kulturelle Besonderheiten

Naturbedingte Risiken
Gesundheit
Nützliche Adressen

Grundsätzliche Einschätzung

Seit 2003 ist eine Friedens- und Ordnungsmission aus der Pazifikregion auf den Salomoninseln stationiert. Sie unterstützt die Regierung und die Sicherheitskräfte beim Ausbau von Verwaltungsstruktur und Rechtsordnung. Es wird jedoch längere Zeit dauern, bis die öffentliche Sicherheit und die politische Stabilität gefestigt sind. Bis dahin kann eine plötzliche Verschlechterung der Lage nicht ausgeschlossen werden, besonders in Honiara.

Bei Reisen auf die Salomon-Inseln ist deshalb Vorsicht geboten. Verfolgen Sie die Entwicklung der Lage vor und während der Reise in den Medien. Meiden Sie grössere Menschenansammlungen und Demonstrationen jeder Art, und halten Sie sich strikt an die Anweisungen der Behörden (allfällige Ausgangssperren etc.).



Spezifische regionale Risiken

Bei der Beschreibung von Gefahrenzonen handelt es sich um ungefähre Angaben; Risiken lassen sich nicht auf exakt umrissene Gebiete einschränken.

Informieren Sie sich vor Reisen in die ländlichen Gebiete von Guadalcanal und nach Malaita bei den lokalen Behörden über die aktuelle Sicherheitslage.

Kriminalität

Diebstähle und bewaffneten Raubüberfälle kommen vor, besonders auf den Inseln Guadalcanal (hauptsächlich Honiara) und Malaita. Unter anderem werden folgende Vorsichtsmassnahmen empfohlen:

  • Tragen Sie keine Wertgegenstände (Uhren, Schmuck usw.) und nur wenig Geld auf sich.
  • Verzichten Sie nachts auf Spaziergänge und Autofahrten ausserhalb der grösseren Ortschaften.
  • Lassen Sie sich bei Überlandreisen vorzugsweise von einem ortskundigen Führer begleiten.
  • Fahrten (auch mit Taxi und Bus) von Honiara aus nach Osten über den Alligator Creek hinaus und westlich weiter als White River sind zu unterlassen. Der beliebte Strand von Boneghi sollte nur mit lokalen Reiseführern besucht werden.


Verkehr und Infrastruktur
Ausserhalb der Hauptstadt Honiara ist der Strassenzustand oft schlecht. Das unvorhersehbare Verhalten vieler Verkehrsteilnehmer bildet ein zusätzliches Unfallrisiko.

Besondere rechtliche Bestimmungen
Gleichgeschlechtliche Handlungen sind verboten. Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden hart bestraft. Die Haftbedingen sind prekär.

Kulturelle Besonderheiten

Auf den Salomon-Inseln sind zahlreiche lokalen Traditionen erhalten geblieben. Passen Sie Verhalten und Kleidung den örtlichen Gepflogenheiten Ihres Aufenthaltsortes an.



Naturbedingte Risiken

Die Salomon-Inseln sind vulkanischen Ursprungs. Vulkanausbrüche und Erdbeben können ausser Verwüstungen auf dem Land auch Tsunami auslösen. 
Vor allem zwischen November und März treten tropische Wirbelstürme auf.
Weltorganisation für Meteorologie (WMO)

Sollte sich während Ihres Aufenthalts eine Naturkatastrophe ereignen, melden Sie sich möglichst rasch bei Ihren Angehörigen und befolgen Sie die Anweisungen der Behörden.



Gesundheit

Die medizinische Versorgung ist nur beschränkt gewährleistet. Ernsthafte Krankheiten und Verletzungen werden mit Vorteil im Ausland (z.B. Australien) behandelt. Es empfiehlt sich deshalb, sicherheitshalber vor der Abreise auch ein australisches Touristenvisum einzuholen.
Wenn Sie auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollte Ihre Reiseapotheke einen ausreichenden Vorrat enthalten. Bedenken Sie jedoch: In vielen Ländern gelten besondere Vorschriften für die Mitnahme von betäubungsmittelhaltigen Medikamenten (z.B. Methadon) und Substanzen, mit denen psychische Erkrankungen behandelt werden. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls vor der Abreise direkt bei der zuständigen ausländischen Vertretung (Botschaft oder Konsulat) und konsultieren Sie die Rubrik Reiselinks, wo Sie unter anderem weitere Informationen zu diesem Thema sowie generell zur Reisemedizin finden.
Neben anderen (Tropen-)Krankheiten tritt auch Tuberkulose auf.



Nützliche Adressen

Schweizerische Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste schweizerische Vertretung wenden.
Schweizerische Vertretungen im Ausland

Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Es gibt keine Vertretung der Salomon-Inseln in der Schweiz. Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilt die Botschaft der Salomon-Inseln in Belgien. Sie informiert auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.: avenue E. Lacomblé 17, B-1040 Brüssel, Tel. 0032-2-7327085.



Ausschluss der Haftung
Beachten Sie auch die zusätzlichen, allgemein gültigen Reise-Informationen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.