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Bilaterale Beziehungen Schweiz - Frankreich
Die Schweiz und Frankreich verbinden traditionell vielfältige und intensive Beziehungen. Seit dem 16. Jahrhundert ist Frankreich durch einen Botschafter in der Schweiz vertreten. Die Schweiz eröffnete 1798 in Paris ihre erste Vertretung im Ausland. In Bordeaux gab es schon früh ein Konsulat. Ende des 19. Jahrhunderts war Frankreich der einzige Staat mit einer Gesandtschaft in Bern.
Frankreich gehört als Nachbarstaat zu unseren prioritären Partnern. Die Schweiz teilt mit Frankreich eine ca. 600 km lange Grenze. Entsprechend ist der regionale, grenzüberschreitende Austausch sehr intensiv, sei dies in den Regionen „franco-valdo-genevoise », dem „Lac Léman“ und dem „Espace Mont-Blanc, dem internationalen Genf, im Raum Basel-Strassburg-Freiburg oder im Arc jurassien. Die bilateralen Abkommen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union (EU) haben den Austausch weiter gefördert.
Zirka 180‘000 Schweizerinnen und Schweizer leben in Frankreich; und 100‘000 französische Staatsbürgerinnen und –bürger in der Schweiz. Täglich überqueren 122’000 französische Staatsbürger und Staatsbürgerinnen die Grenze, um in der Schweiz zu arbeiten; dies entspricht gut der Hälfte aller ausländischer Grenzgänger. Frankreich ist nach Deutschland und Italien unser drittwichtigster Handelspartner: das Handelsvolumen betrug 2010 rund 31 Milliarden CHF (In- und Exporte relativ ausgeglichen). Auch auf kulturellem Gebiet besteht ein intensiver Austausch. Das "Centre culturel suisse" in Paris spielt dabei eine wichtige Rolle.
