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Reisehinweise Ghana
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Letzte Aktualisierung: 15.07.2011 Unverändert gültig: |
Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst. |
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Grundsätzliche Einschätzung
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Die politische Lage in Ghana ist relativ stabil. Meiden Sie dennoch Demonstrationen jeder Art.
Bei der Beschreibung von Gefahrenzonen handelt es sich um ungefähre Angaben; Risiken lassen sich nicht auf exakt umrissene Gebiete einschränken.
Norden des Landes: In der Northern Region ist es wiederholt zu blutigen Konflikten im Zusammenhang mit traditionellen Stammesangelegenheiten gekommen, vor allem in der Dagbon Traditional Area. Auch in der Upper East Region (Bawku-Disktrikte) haben Stammeskonflikte wiederholt Todesopfer gefordert.
Lassen Sie in diesen Gebieten erhöhte Vorsicht walten. Erkundigen Sie sich vor und während der Reise bei den lokalen Sicherheitsbehörden über die aktuelle Lage und befolgen Sie deren Anweisungen (Ausgangssperren etc.).
Taschen- und Entreissdiebstähle sind in den Städten und am Flughafen von Akkra häufig. Auch bewaffnete Raubüberfälle kommen vor. Zum Beispiel verfolgen Täter Autos bis an deren Domizil. Dort werden dessen Passagiere beraubt. Beachten Sie unter anderem die folgenden Vorsichtsmassnahmen:
- Meiden Sie wenig belebte Stadtquartiere und unterlassen Sie Spaziergänge nach Einbruch der Dunkelheit.
- Tragen Sie keine Wertgegenstände (Uhren, Schmuck usw.) und nur wenig Geld auf sich.
- Leisten Sie bei einem Überfall keinen Widerstand, denn die Gewaltbereitschaft ist hoch.
- Halten Sie die Autofenster geschlossen und die Türen verriegelt.
- Setzen Sie Ihre Kreditkarte mit Vorsicht ein; denn Missbrauch ist verbreitet.
- Lassen Sie beim Abheben von Geld an Geldautomaten grösste Vorsicht walten.
- Häufig täuschen Kriminelle Staus und Unfälle vor, um Autos zu stoppen und die Insassen zu berauben; fahren Sie im Falle eines Unfalles direkt weiter zum nächsten Polizeiposten.
- Lassen Sie sich am Flughafen nur von Personen abholen, die sich eindeutig identifizieren können; es besteht ein Raub- und Entführungsrisiko durch "falsche Abholer"
- Seien Sie vorsichtig mit Kontakten über das Internet. Es kommt vor, dass Kriminelle unter dem Vorwand, eine Freundschaft oder Geschäftsbeziehung anbahnen zu wollen, Personen ins Land locken, diese dann bedrohen oder entführen, um Geld zu erpressen.
In den ghanaischen Gewässern ist es wiederholt zu Piratenüberfällen gekommen, die sich gegen Fischerboote und Handelsschiffe richten. Überfälle auf Jachten können nicht ausgeschlossen werden.
International Maritime Bureau
International Maritime Organization
Das Bundesamt für Polizei warnt vor unseriösen Geschäftsangeboten, die unter Vorgabe von Finanz- und Edelmetalltransaktionen aus Westafrika hohe Gewinne versprechen. Nähere Informationen über solche Machenschaften finden Sie auf der Internet-Seite des Bundesamtes für Polizei.
Bundesamt für Polizei
Ausserhalb der Zentren der Grossstädte ist der Strassenzustand oft schlecht. Das Unfallrisiko ist gross, auch bei Reisen mit Überlandbussen. Auch die Sicherheitsstandards der öffentlichen Transportmittel und Taxis entsprechen nicht europäischen Normen. Unternehmen Sie deshalb nach Einbruch der Dunkelheit keine Überlandfahrten
Gleichgeschlechtliche Handlungen sind strafbar. Es ist verboten, militärische Einrichtungen und öffentliche Bauten (Amtssitz des Staatsoberhauptes, Verteidigungsministerium, Flughäfen, Brücken usw.) zu fotografieren. Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden schon bei geringen Mengen mit Gefängnisstrafen von zehn Jahren bis lebenslänglich geahndet. Die Haftbedingungen sind prekär.
Besonders auf dem Land ist das Leben noch stark von traditionellen Werten geprägt. Passen Sie Ihr Verhalten den lokalen Gepflogenheiten an. Fotografieren Sie Personen oder Personengruppen nur mit deren Einverständnis.
Ausserhalb der Grossstädte ist die medizinische Versorgung nicht immer gewährleistet.
Wenn Sie auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollte Ihre Reiseapotheke einen ausreichenden Vorrat enthalten. Bedenken Sie jedoch: In vielen Ländern gelten besondere Vorschriften für die Mitnahme von betäubungsmittelhaltigen Medikamenten (z.B. Methadon) und Substanzen, mit denen psychische Erkrankungen behandelt werden. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls vor der Abreise direkt bei der zuständigen ausländischen Vertretung (Botschaft oder Konsulat) und konsultieren Sie die Rubrik Reiselinks, wo Sie unter anderem weitere Informationen zu diesem Thema sowie generell zur Reisemedizin finden.
Nebst anderen (Tropen-) Krankheiten tritt auch Tuberkulose auf.
Tragen Sie stets Ihre Ausweise auf sich, denn Strassenkontrollen sind relativ häufig.
Notruf-Nummer Polizei: 191
Notruf-Nummer Feuerwehr: 192
Notruf-Nummer Krankenwagen: 193
Schweizerische Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste schweizerische Vertretung wenden.
Schweizerische Vertretungen im Ausland
Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilen die zuständigen ausländischen Botschaften und Konsulate. Sie informieren auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.
Ausländische Vertretungen in der Schweiz
Ausschluss der Haftung
Beachten Sie auch die zusätzlichen, allgemein gültigen Reise-Informationen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.


