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Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit
Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) ist die Agentur für internationale Zusammenarbeit im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA). Die DEZA ist zuständig für die Gesamtkoordination der Entwicklungs- und Ostzusammenarbeit mit andern Bundesämtern sowie für die humanitäre Hilfe des Bundes.
Die DEZA erbringt ihre Leistungen mit rund 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im In- und Ausland sowie 1000 lokalen Angestellten und einem Jahresbudget von 1.4 Milliarden Franken (2008). Sie arbeitet in direkten Aktionen, unterstützt Programme multilateraler Organisationen und finanziert Programme schweizerischer und internationaler Hilfswerke mit.
Entwicklungszusammenarbeit
Ziel der Entwicklungszusammenarbeit ist die Armutsreduktion im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe in den Partnerländern. Sie fördert namentlich die wirtschaftliche und staatliche Eigenständigkeit, trägt zur Verbesserung der Produktionsbedingungen bei, hilft bei der Bewältigung von Umweltproblemen und sorgt für besseren Zugang zu Bildung und gesundheitlicher Grundversorgung der am meisten benachteiligten Bevölkerung.
Regionale und globale Zusammenarbeit
Die Regionale Zusammenarbeit leitet die bilaterale Kooperation mit Ländern im Mittleren Osten, in Afrika, Asien und Lateinamerika. Mit der Reduktion von bisher 17 auf 12 Schwerpunktländer und von 7 auf 6 Sonderprogramme führt die DEZA die geographische Konzentration ihrer Aktivitäten weiter. Die Programme in Indien, Bhutan, Pakistan, Ecuador, Peru und Nordkorea werden bis 2012 abgeschlossen. Wichtige Partner der Regionalen Zusammenarbeit sind auch die regionalen Entwicklungsbanken.
Die Globale Zusammenarbeit ist vor allem im multilateralen Bereich tätig. Sie arbeitet mit den Organisationen des UNO-Systems und der Weltbank zusammen. Mit dem Aufbau von Programmen im Bereich des Klimawandels, der Ernährungssicherheit und der Migration trägt sie zur Lösung globaler Herausforderungen bei.
Humanitäre Hilfe
Ziel der Humanitären Hilfe ist es, Leben zu retten und Leiden zu lindern. Sie leistet nach Naturkatastrophen und im Umfeld von Konflikten direkte Hilfe und unterstützt humanitäre Partnerorganisationen personell und finanziell. Die humanitäre Hilfe wird bedarfsbezogen dort erbracht, wo sie am notwendigsten ist. Die Kernbereiche sind Prävention, Not- und Überlebenshilfe, Wiederaufbau und Anwaltschaft. Die Humanitäre Hilfe war 2008 in 5 Regionen engagiert - einschliesslich der Einsätze nach dem Wirbelsturm in Myanmar und der Erdbebenkatastrophe in China. Sie setzte im Jahr 2008 213 Expertinnen und Experten des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe (SKH) in 297 Missionen ein.
Zusammenarbeit mit Osteuropa
Die Ostzusammenarbeit unterstützt demokratische und marktwirtschaftliche Reformen in Partnerländern des Westbalkans und der ehemaligen Sowjetunion. Zentrale Anliegen der Transitionshilfe sind der Aufbau demokratischer Institutionen, Reformen im Gesundheits- und Sozialwesen sowie Verbesserungen im Umweltbereich. Die Zusammenarbeit mit Bulgarien und Rumänien wurde 2007 eingestellt. Seit 2008 leistet die Schweiz einen sog. Erweiterungsbeitrag zur Verminderung der sozialen und wirtschaftlichen Ungleichheiten in der erweiterten EU - acht der zehn Empfängerländer sind Staaten Mitteleuropas und des Baltikums. Informationsveranstaltungen in den Partnerländern stiessen auf grosses Interesse. Erste Projekte sind von der Schweiz genehmigt worden.
